VfB 91 Suhl

Verein für Ballsportarten 91 Suhl

U18w verpasst Regionalmeisterschaft knapp – Bronze nach starkem Vorrundentag

Mit großen Hoffnungen ging unsere U18 weiblich in das Finale der Thüringer Landesmeisterschaft – am Ende stand Bronze, verbunden mit ehrlicher Enttäuschung, aber auch mit wichtigen Erkenntnissen und einem klaren Blick auf das, was dieses Team in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat: Kampfgeist, Zusammenhalt und die Bereitschaft, immer wieder über sich hinauszuwachsen.

Souveräne Vorrunde macht Hoffnung auf mehr

Der Turniertag begann vielversprechend. In der Vorrunde zeigte das Team eine konzentrierte und stabile Leistung. Sowohl gegen das SWE Volley Team II als auch gegen den Geraer VC ließ Suhl wenig anbrennen und gewann beide Begegnungen souverän mit 2:0.

Kapitänin Lena Hofmann blickt positiv auf diese Phase zurück:
„Unsere Vorrunde hatte kein besonders hohes Niveau. Wir haben sehr konstant gespielt und konnten die Siege sicher nach Hause bringen. Wir waren sehr motiviert auf das Halbfinale gegen Erfurt und wussten, dass es ein Spiel auf Augenhöhe sein wird.“

Damit war die Ausgangslage klar: Das Halbfinale gegen das SWE Volley Team I sollte über den Traum von der Regionalmeisterschaft entscheiden.

Dramatisches Halbfinale – fünf Satzbälle bleiben ungenutzt

Das Halbfinale entwickelte sich schnell zu dem erwarteten Schlüsselspiel. Besonders im ersten Satz lieferte sich der VfB mit Erfurt ein hochklassiges Duell, spielte mutig und kämpfte um jeden Ball. Beim Stand von 29:31 musste sich Suhl jedoch nach fünf vergebenen Satzbällen geschlagen geben – ein Moment, der das Spiel nachhaltig prägte.

Trainerin Annamaria Polgar spricht offen über diese Szene:
„Wir konnten fünf Satzbälle nicht verwerten. Erfurt hat dem Druck standgehalten und dann die erste eigene Chance genutzt.“

Auch Lena beschreibt diesen Moment als entscheidend:
„In diesem Moment habe ich es eher als verpasste Chance erlebt. Im Nachhinein sieht man aber, dass wir gezeigt haben, auf welchem Niveau wir spielen können.“

Im zweiten Satz gelang es dem Team leider nicht mehr, an das intensive Niveau anzuknüpfen. Die Enttäuschung über den verpassten Satzgewinn war spürbar – Erfurt zog davon und gewann das Halbfinale mit 2:0.

Kleines Finale – Charakter gezeigt und Bronze gesichert

Nach dem geplatzten Traum von der Regionalmeisterschaft war es keine leichte Aufgabe, sich mental noch einmal auf das Spiel um Platz 3 einzustellen.

Trainerin Polgar beschreibt die Situation ehrlich:
„Keine hatte Lust auf das kleine Finale. Der Unterschied zwischen Platz drei und vier wirkt auf den ersten Blick trocken und ohne Emotionen.“

Doch genau hier zeigte die Mannschaft noch einmal ihren Charakter. Gegen den bereits aus der Vorrunde bekannten Geraer VC spielte Suhl konzentriert, selbstbewusst und sicherte sich mit einem klaren 2:0-Erfolg die Bronzemedaille.

Lena Hofmann:
„Es war schwer, sich wieder zu motivieren, weil der Traum von der Regionalmeisterschaft geplatzt war. Aber wir wollten nicht mit Platz vier nach Hause fahren.“

Ehrlicher Blick nach vorn

Auch wenn am Ende nicht das ganz große Ziel erreicht wurde, bleibt der sportliche Weg dieser Mannschaft bemerkenswert. In den vergangenen Jahren schaffte es das Team immer wieder, durch Mentalität und Einsatz über sich hinauszuwachsen – von der U14 bis zur U20.

Trainerin Polgar ordnet die Entwicklung realistisch ein:
„An Willen und Kampfgeist fehlt es uns nicht. Diese Eigenschaften haben uns weit gebracht. Aber im U18- und U20-Bereich reicht Kämpfen allein nicht mehr – da entscheiden oft auch Größe und volleyballerische Qualität.“

Die Mannschaft hat damit keineswegs einen Rückschritt gemacht, sondern erlebt vielmehr die nächste Entwicklungsstufe im Jugendbereich. Der Konkurrenzdruck steigt, die Unterschiede werden kleiner, Entscheidungen fallen manchmal in wenigen Ballwechseln – wie dieses Halbfinale eindrucksvoll gezeigt hat.

Fazit: Stolz trotz verpasstem Ziel

Die Enttäuschung über das verpasste Ticket zur Regionalmeisterschaft ist verständlich. Gleichzeitig darf das Team stolz auf das Erreichte sein: ein starker Vorrundentag, ein Halbfinale auf Augenhöhe mit einem Top-Team und am Ende verdient Bronze.

Der Blick richtet sich nun nach vorn – mit vielen Erfahrungen im Gepäck und der Gewissheit, dass dieser Jahrgang weiterhin enormes Potenzial besitzt.

Denn eines hat sich erneut gezeigt: Dieses Team gibt nie auf.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Vorrunde Gruppe A:

VfB Suhl U18w I : SWE Volley Team II
2:0 / 50:32 (25:15 25:17)

VfB Suhl U18w I : GVC 1
2:0 / 50:33 (25:15 25:18)

Halbfinale:

VfB Suhl U18w I : SWE Volley Team I
0:2 / 45:56 (29:31 16:25)

Kleines Finale

VfB Suhl U18w I : GVC 1
2:0 / 50:32 (25:16 25:16)