VfB 91 Suhl

Verein für Ballsportarten 91 Suhl

VfB 91 Suhl - Volleyball in Suhl

Worte des Präsidenten des VfB 91 Suhl e.V. zum Jahresabschluss 2020

Liebe Vereinsmitglieder,

Nach den Turbulenzen im operativen Geschäftsbereich unseres Vereines zum Jahresanfang musste der amtierende Vorstand gravierende und zukunftsorientierte Entscheidungen treffen, um die perspektivische Nachwuchsarbeit, den Erwachsenenspielbetrieb und auch den Profisportbereich unserer Traditionssportart fortführen zu können. Die Auswirkungen und Veränderungen haben bestimmt alle Vereinsmitglieder mitbekommen und wie meistens, gibt es zu verschiedenen Dingen auch immer unterschiedliche Meinungen. Wir als gewählter Vereinsvorstand müssen dabei aber immer das Gesamte betrachten und Entscheidungen treffen, ohne immer auf jeden einzelnen Wunsch oder Vorstellungen unserer Vereinsmitglieder eingehen zu können. Und auch wir sind nur ehrenamtlich tätig und versuchen für den Verein und insbesondere auch für unseren Nachwuchs optimale Bedingungen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu schaffen. Leider sind momentan die Zeiten vorbei, als wir einen hauptamtlichen TVV-Landesnachwuchstrainer im Verein beheimaten konnten. Und so haben wir derzeit mit Andy Lorenz über das Projekt „Volleyball macht Schule“ nur einen teilzeitbeschäftigten TVV-Mitarbeiter, der seit fast 3 Jahren integriert ist. Für ihn eine Entwicklungschance, um sich im Volleyballbereich und als junger Mensch weiter zu entwickeln. Besonderer Dank gilt insbesondere Mathias Fritsch und den Mitarbeitern der Bundesliga-Geschäftsstelle, zumal es in Corona-Zeiten und unter teilweise starken Zugangsbeschränkungen weitaus schwerer war, alle grundlegenden Tätigkeiten und Pflichten der Vereinsarbeit fast lückenlos abzusichern. Unter diesem Aspekt auch ein Dankeschön an diejenigen Vereinsmitglieder und Helfer, die uns in den Monaten der Übergangszeit vor und hinter den Kulissen tatkräftig unterstützt haben.

Wir nähern uns mit großen Schritten den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel. Zurück bleibt ein Jahr voller Überraschungen, negativen und positiven Erlebnissen, unvorhersehbaren Risiken, neuen Erfahrungen und Erfordernissen, die sich auf unser gesellschaftliches Leben und Miteinander ausgewirkt haben. Insbesondere auch unser Verein VfB 91 Suhl e.V. war direkt und indirekt von den massiven Einschränkungen und Veränderungen betroffen.

Mit Sicherheit wäre es auch in anderen Bereichen des Vereines weiter vorangegangen, wenn uns der kurzfristige Abbruch des Trainings- und Wettkampfbetriebes zum Ende der vergangenen Saison durch Corona nicht alle vor unvorhergesehene Rahmenbedingungen gestellt hätte. Auch für viele Nachwuchstalente entfielen die Jahrgangsmeisterschaften und Vergleiche auf Landesebene. Eine Zeit, die uns niemand zurückgeben wird. Ein ganz besonderer Lichtblick waren im Sommer die Trainingseinheiten und Wettkämpfe auf der Volleyball-Beachanlage am Sportcenter Suhl. Für die Zukunft unserer gepachteten Vereinsanlage wünschen wir uns im nächsten Sommer eine bessere Auslastung und viele Erfolge, auch wenn hinter den Kulissen noch so mancher Bagger im Wege steht. Zumal die Deutschen Fanclub-Meisterschaften anstehen und auch Turniere auf Landes- und Bundesebene geplant sind.

Mit einigen Entscheidungen zur Neustrukturierung im Nachwuchsbereich hofften wir kurzfristig auf erfolgreiche Effekte, die aber durch die erneute Einstellung des Trainings- und Wettkampfbetriebes erst einmal „ausgebremst“ wurden. Wie lange, kann keiner vorhersagen und so müssen wir die Zeit nehmen, wie sie ist. Hoffnungsschimmer sollte unsere aktive Bundesliga-Mannschaft sein, die auch in Zukunft die Vorbildrolle für unsere Nachwuchstalente darstellt. Die Notwendigkeit von Vorbildern waren schon früher eminent wichtig, so in den 70ern, als die besten Volleyballer der Welt in der Suhler Stadthalle aufschlugen oder 1983 die Europameisterschaft der Herren in Suhl stattfanden. Vielen Suhler Talenten gelang seither der Sprung auf Sportschulen, in Meisterteams und in Nationalmannschaften verschiedener Altersklassen. Dies sollten wir auch immer wieder im Hinterkopf behalten, wenn es um Diskussionen um unsere Sportart, das Bundesligateam und unseren Verein mit seinen vielen Mannschaften und Mitgliedern bis hin zur treuen Abteilung Badminton geht.

Eine Vereinsmitgliederversammlung zum Jahresende ist unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich, so dass wir uns um einen baldigen Termin im neuen Jahr und unter den entsprechenden Rahmenbedingungen bemühen werden. Seien Sie gewiss, dass wir bis dahin als Vereinsvorstand unsere Bemühungen für die Beibehaltung des eingeschlagenen, zukunftsorientierten Kurses erfolgreich fortführen wollen, denn im kommenden Jahr werden wir bereits unser 30jähriges Vereinsjubiläum begehen. Eine Zeit, in der unser Verein große Erfolge vom Nachwuchsbereich bis zur Bundesliga und Europacup erzielen konnte. Aber auch Enttäuschungen, Pleiten und persönliche Veränderungen spielten eine Rolle, genau wie in der heutigen, von einem zerstörerischen Virus geprägten Zeit.

Umso mehr sollten wir das Miteinander und Füreinander, das die Weihnachtszeit besonders prägt und so für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres ist, mit in das neue Jahr nehmen. Nur gemeinsam können wir etwas für unseren Verein, unsere Sportart und unseren Nachwuchs voranbringen. Ein besonderes Geschenk ist dabei auch die Ehrenamtlichkeit und das ehrenamtliche Engagement sowie die zuverlässige Unterstützung durch unsere Übungsleiter, Trainer, Eltern, Fanclubmitglieder und meiner Vorstandsmitglieder.

Lassen Sie uns gemeinsam in ein angenehmeres, erfolgreicheres Jubiläumsjahr starten, in dem wir als Verein weiter vorankommen wollen und auch als Vorstand Einiges vorhaben.

In diesem Sinne – bleiben Sie alle gesund und ich freue mich auf ein Wiedersehen in 2021!

Ihr Vereinspräsident

Dr. Guido Reinhardt    

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